Falcon Perspectives - August 2010
Investment Compass gewährt Einblick in die Anlageentscheide unserer Spezialisten.
investment Compass - August 2010
Editorial
Die weltwirtschaftliche Verfassung und der Börsenverlauf sind eng miteinander verknüpft. In der Regel gibt vor allem die konjunkturelle Entwicklung in den USA den Takt an den Weltbörsen vor. In jüngster Zeit hat sich die Dynamik der grössten Industrienation der Welt merklich abgeschwächt. Verschiedene Investoren befürchten eine neuerliche Rezession. Wie gross ist diese Gefahr?
Aus heutiger Sicht betrachtet dürfte die Angst vor einem „Double Dip“ in den USA übertrieben sein. Wir erwarten auch im zweiten Halbjahr 2010 positives – wenn auch bescheidenes – Wachstum. Es ist normal, dass die Konjunkturdaten in einer Erholungsphase unstetig ausfallen. Die Wachstumsabschwächung kommt deshalb nicht überraschend. Nach dem Zwischenspurt im Winterhalbjahr wurde eine Verlangsamung erwartet.
Einer der Hauptgründe für die mangelnde Dynamik ist der Staat. Das hohe Budgetdefizit von rund 10% der Wirtschaftsleistung ist auf die Dauer untragbar und müsste dringend abgebaut werden. Sparmassnahmen und/oder höhere Steuern heissen die wenig verheissungsvollen Optionen. Die ungewissen Kostenfolgen der Reformen auf den Gebieten Gesundheit und Finanzen sowie die Regulierungsfreude der Regierung Obama halten die Unternehmen von grösseren Investitionsprojekten und vor allem von der Einstellung neuer Mitarbeiter ab.
Es ist daher dringend notwendig, dass die US-Regierung mehr Vertrauen, Sicherheit und Transparenz für ihre Bürger und für die Unternehmen schafft. Eine der Prioritäten muss ein Plan zur Sanierung des Staatshaushalts sein. Gelingt dies nicht, besteht die Gefahr einer längerfristigen Wachstumsschwäche mit ungewissen Folgen für die Finanzmärkte. Vor diesem Hintergrund ist zurzeit nicht mit nachhaltigen Trends an den Weltbörsen zu rechnen.
Marktüberblick
Nach dem guten Börsenmonat Juli stand der August im Zeichen der Furcht vor einer erneuten Rezession in Amerika. Die überraschendstarken Unternehmensgewinne des zweiten Quartals haben nicht gereicht, um die Stimmung der Anleger nachhaltig zu verbessern. Der vorsichtige Konjunkturausblick der US-Notenbank verunsicherte die Investoren.
Gold als Versicherungspolice
Die Investoren fürchten sich vor einer erneuten Rezession oder gar einer Deflation. Einiges spricht dafür, dass sich die expansive Geldpolitik der Notenbanken, besonders der amerikanischen, in einigen Jahren in einer erhöhten Inflation niederschlagen wird. Für beide Szenarien ist Gold gut geeignet und bringt Stabilität ins Portfolio. In Zeiten hoher wirtschaftlicher und finanzieller Unsicherheit hat sich das gelbe Metall meist als Hort der Sicherheit erwiesen.
Goldminenaktien bieten ein Instrument, um von einem möglichen weiteren Anstieg des Goldpreises zu profitieren. Aufgrund des operativen Hebeleffekts der Unternehmen steigen deren Gewinne – und damit längerfristig auch die Aktienkurse – in der Regel überproportional zum Goldpreis. Der Falcon Gold Equity Fund, welcher in Titel von Goldproduzenten investiert, hat in den letzten Jahren sowohl absolut als auch im Konkurrenzvergleich sehr gut abgeschnitten.
Falcon Gold Equity Fund